Spargel Aus und eine Achterbahn der Gefühle

Christians Grünspargel & Violetta. Mehr als 20 Jahre prägte diese Kultur unser Leben und das Bild unseres Bauernhofes nach außen. Mit dem süß-sauren und süß-scharfen Grünspargel im Glas hatten wir sogar ein Alleinstellungsmerkmal am Markt. Es gab einfach nichts Vergleichbares. Nicht in der Qualität. Und auch nicht im Geschmack. Und doch haben wir in 2022 den Entschluss gefasst, uns von dieser Kultur zu verabschieden.

Spargel mal anders

Einen Hauch von Abenteuerlust umwehte uns. Damals, als wir pünktlich zur Jahrtausendwende die ersten Spargelpflanzen in raue Rhöner Erde pflanzten. Anfangs belächelt, konnten wir die Königin der Gemüse erfolgreich etablieren. Doch im Laufe der Jahre wurde aus der anfänglichen Euphorie eine Achterbahn der Gefühle. Kennst Du das, wenn Du etwas wirklich magst und gleichzeitig mit einem kräftigen Tritt auf die Rückseite des Mondes befördern willst?

Es war die Angewohnheit einer lieben Mitarbeiterin, alle Spargelstangen mitzunehmen, die nicht in die Norm passten. Steine, Schnecken und Hasen haben ihren Beitrag dazu geleistet. Abgeschürft und angeknabbert winden sich die Stangen und nehmen teils bizarre Formen an, die sie in einem Kunstwerk wie das auf dem Bild zusammen gefügt hat.

Genauso gewunden haben wir uns. Ganze fünf Jahre hat der innere Kampf gedauert, bis wir eine Entscheidung treffen konnten. Und diese bedeutete das Aus für den Spargel auf unserem Hof. Damit haben wir uns nicht nur aus der Abhängigkeit vom Handel und vom Marktdruck befreit. Vor allem können wir uns nun wieder mit all unserem Herzblut dem widmen, was wir am Liebsten tun: Hochwertige Lebensmittel erzeugen für unsere Kunden, die den Unterschied zu Industrieware wertschätzen und direkt in unserem Hofladen einkaufen.

 

 

Lasst uns mal wieder feiern!

Es ist ja nicht so, als dass unser Leben langweilig wäre. Irgendwas ist immer in Bewegung. Doch hier waren wir nun mit all unserer Zeit. So ganz ohne Spargel bescherte uns das Frühjahr viel ungewohnte Ruhe… ja und da kam uns eine Idee.

Der reichlich gedeckte Männerteller.

Eigentlich hatte es sich die letzten Jahre ja schon angebahnt. Immer wieder kam die Frage auf, wann wir denn mal wieder ein Hoffest feiern. Im Hofladen wurden wir angesprochen, auf Festen, selbst auf der Straße. Und wir müssen zugeben, wir vermissen euch auch. Die netten Gespräche, das leckere Essen, leuchtende Kinderaugen nach der Rundfahrt mit dem kleinen roten Traktor.

Also haben wir entschieden. Diesmal spontan und mit diesem gewissen Anflug von Vorfreude.

Lasst uns feiern! Am Sonntag, 5. Mai 2024 heißt es wieder „Huhn trifft Spargel“. In gewohnter Manier treffen wir uns hier auf dem Hofgelände. Es gibt lecker Essen und Trinken, ein buntes Unterhaltungsprogramm und auch ein paar Kunsthandwerker sind wieder am Start. Lasst euch überraschen.

 

Ach Du liebes Federvieh

Darf ich vorstellen? Das ist Henrieke. So haben unsere Kinder den Namen entschieden, nachdem anfangs nicht klar war, ob Huhn oder Hahn. Henrieke hat sich vorwitzig gekonnt und unbemerkt schon als Ei unter all die Gänse und Enten gemischt.

Welch Überraschung, als eine Woche vor dem Schlupftermin das erste Piepsen aus dem Automaten ertönte. Holt mich hier raus, wollte es uns wohl sagen. Der Platz im frisch gemachten Entennest hat Henrieke vielleicht glauben lassen, er sei eins von ihnen. So ein bisschen wie im Märchen Das hässliche Entlein. Nur dass er sich sichtlich wohl und keineswegs ausgestoßen fühlte und schon bald als junger stattlicher Hahn seine Kameraden überwachsen hatte.

   

Im Sommer ist Henrieke ausgezogen. Gemeinsam mit ein paar Enten-Kumpels hat er ein tolles neues Zuhause gefunden und scharrt dort fröhlich nach Essbarem. Der Rest der Mannschaft blieb bei uns. Wir haben auch Leckeres auf der Speisekarte. Sogar selbst angebaut haben wir es, das Getreide.

Während die Flugenten flügge werden, erweitern sie nach und nach – oft zu unserem Missfallen – ihr Gebiet. Denn wie der Name schon sagt, fliegen sie ganz einfach über den Zaun. Ob wir denn keine Angst hätten, dass sie sich auf und davon machen, werden wir oft von Kunden gefragt. Ein ganz klares Nein gibt es darauf von uns. Denn dumm sind sie nicht, die Enten. Sie wissen ja, wo es das gute Futter gibt. Nur wird halt der Speiseplan etwas aufgepeppt mit Blumen aus der Rabatte oder Resten aus dem Katzentrog.

Unterm Jahr kommen immer wieder liebe Menschen vorbei, die die Tiere besuchen. Einfach so. Die beobachten, wie kleine gelbe Flauschebällchen heranwachsen zu großen und stolzen Prachtexemplaren. Wenn die Gänse ihren Teenie-Flaum abgelegt haben, dürfen sie die wärmende Behausung verlassen und wechseln auf die mehr als 3 Hektar große Weidefläche. Mit dem Fernglas können wir sie vom Hof aus beobachten.

 


Was sonst noch so los war in diesem turbulenten Jahr 2023:

 

Stroh streuen auf den Erdbeerfeldern steht im Mai fest auf dem Programm. So könnt ihr immer saubere Früchte ernten.

 

Der Strohknecht im Einsatz. Also das Fahrzeug ;o)

 

Blüten soweit das Auge reicht…

 

…versprechen eine reiche Ernte.

 

Pralle Früchtchen für kleine und große Feinschmecker.

 

Stilecht gekleidet: Unsere Katja findet ihr auf dem Feld in Bad Blankenburg.

 

Hochsommer in der Rhön: Es ist angedroschen.

 

Der Nachwuchs fürs Erdbeerfeld.

 

Im Pflanzrad eingesteckt…

 

…und ab in den Boden damit. Etwa 30.000 Erdbeerpflanzen braucht es für einen Hektar.

 

Und danach wird ordentlich angegossen. Gerätschaft Marke Eigenbau.

 

Kartoffelernte wie zu Großvaters Zeiten.

 

Viel Handarbeit ergeben leckere buttrige Knollen.

 

Wenn das Feuer brennt und der Glühwein schmeckt, dann ist Weihnachten ganz nah.

 

Hübsch eingepackt und aufgereiht vor dem Hofladen, so warten die Festtagsbraten auf ihre Käufer.

Frischfleisch im Verkauf

7. bis 9. März Flugenten

21. bis 23. März Hähnchen

4. bis 6. April Hähnchen

11. bis 13. April Hähnchen