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Blüten (1)

7 Dinge, die wir tun, wenn wir nicht gerade hart arbeiten

„Ob Plutimikation oder Division – an so einem Tag soll man sich überhaupt nicht mit ‚ions‘ beschäftigen“, sagte Pippi, „Oder es müsste ‚Lustifikation‘ sein.“

Grinsend und in löchrigen Ringelsocken schlurft sie über die Holzdielen. Die roten Zöpfe wippen im Takt, als sie ihren Freunden von den wirklich wichtigen Dingen im Leben erzählt.

Wir sind da ganz ihrer Meinung. 

Es gibt Tage, da lassen wir mal alle Fünfe gerade sein und geben uns der ‚Lustifikation‘ hin.

Manchmal sind es auch nur ein paar Stunden. Oder nur einige Minuten. 

Innehalten. Durchatmen. Wahrnehmen. Und genießen.

Hab ich Deine Aufmerksamkeit?

Prima.

Dann folge mir zu unseren außer-gewöhnlichen Momenten.

1. Lirumlarum Löffelstiel - Küchenexperimente

Ich weiß es noch wie heute. Ich war knapp dran. Sehr knapp.

Im Gehen biss ich von meinem Sandwich ab und kaute auf etwas herum, das mich in der Konsistenz an Schaumstoff erinnerte.

Gewürzt mit einer undefinierbaren Soße. Aua und bäh… 

Das war ein Frontalangriff auf meine Geschmacksnerven.

Und spontan setzte die Erinnerung ein, warum ich die gemeinsame Zeit in der Familienküche so liebe.

Besonders die Sonntage, wenn der Herr des Hauses den Kochlöffel schwingt.

Die Zeremonie beginnt manchmal schon Tage zuvor. Die hungrigen Sprösslinge durchblättern Rezepte und schreiben eifrig Einkaufslisten.

Oder aber wir sind mal wieder so richtig in Experimentierlaune und durchforsten die Vorräte.

Alles, was der Kühlschrank hergibt. Ausgebreitet vor uns auf dem Küchentresen.

So – und jetzt plaudere ich mal etwas aus dem Nähkästchen – so entstehen unsere neuen Kreationen.

Sicher. Ab und zu gehen die Experimente voll in die Hose. Manchmal aber wird’s auch richtig gut.

So gut, dass wir sie Dir gerne zum Nachmachen oder Verkosten anbieten mögen.

Unter unseren Feinschmecker-Rezepten kannst Du sie finden.

Oder im Hofladen. So wie den knackigen Grünspargel im Glas oder den würzigen Gänse-Griebenschmaus.

2. Entspannungsinseln im Alltag

Am Ende sind es doch immer die kleinen Dinge, die das Leben so lebenswert machen. Die es uns ermöglichen – wenn auch nur für einen Moment – aus dem Rennen im Hamsterrad auszusteigen.

Der verführerische Duft frisch gebrühten Kaffees, der uns am frühen Morgen wachkitzelt. Das Rascheln der Buchseiten beim Umblättern. Vertraute Gespräche oder ausgelassene Partys mit Freunden.

Die Aufregung, die sich in uns breit macht, wenn eine Reise ansteht. Neuland entdecken. In der Welt, aber auch in uns selbst, ist das Abenteuer schlechthin.

Der frische Wind bläst uns ins Gesicht,  wenn das Motorrad durch die Kurven fliegt. Und die Blätter der Bäume im Wald raunen ihre Geschichten.

Kannst Du sie auch hören? Die Natur spricht mit uns. Ständig. Wir müssen nur hinhören.

3. Extrem Couching und Glücksmomente

Nichts. Einfach mal nichts tun. Herumsitzen. Löcher in die Luft starren. Den Gedanken nachhängen.

Hast Du das schon einmal versucht? So ganz bewusst? Und Deine Widerstände dabei gespürt? 

Was sich hier so entspannt liest, ist eine Herausforderung.

Einfach mal nichts tun und sich durch den Tag treiben lassen. Eigentlich ein Unding in unserer Leistungsgesellschaft. Und auf unserem Hof sowieso, wo uns die Arbeit ja buchstäblich ständig vor die Füße fällt.

Wer hat eigentlich die These aufgestellt, dass das Leben anstrengend sein muss? Dass Geld nur auf die harte Tour verdient werden kann?

Blödsinn !!!

Irgendwann beruhigt sich dann mal das Affengeschnatter im Kopf. Es wird still. Und aus dem Hintergrund taucht eine Frage auf.

Und jetzt?

Ja was ist denn jetzt? Was will ich denn überhaupt? Was???

Und dann die Gewissheit: Ich hab keine Ahnung. Wirklich nicht.

Ich hab keine Ahnung, was ich jetzt brauche. Was mir gut tun könnte. Was mich nähren würde.

Nicht immer. Aber immer mal wieder war es diese Situation, die uns zu denken gab.

Erschreckend. Und aufrüttelnd zugleich.

Seit dem ist Extrem Couching zu einer liebgewonnenen Gewohnheit geworden.

Herumliegen, sitzen, stehen. Und absolut nichts tun. Außer in uns hinein zu spüren.

Glücksmomente, wenn die Erkenntnis einsetzt. Und uns dann der ‚Lustifikation‘ hingeben.

4. Schwingende Tanzbeine

Argentinischer Tango. Er hat uns herausgefordert wie kein anderer Tanz. Wir waren fasziniert. Wir waren mitgerissen. Wir waren motiviert. Und zwischendurch waren wir vor allem eines: verzweifelt.

Wie um Himmels Willen soll das gehen? Er. Der Mann, der schon zwei Schritte im Voraus wissen muss, was, wie und wohin er will.

Und dann ich. Die Frau, die sich blindlings seiner Führung anvertrauen soll? Echt jetzt?

Mmmhhh.. Ich weiß ja nicht, wie sich das für Dich so anfühlt. Aber für uns hat das nur eher so halbseiden funktioniert. 

Vielleicht haben wir ja zu wenig von der melancholischen Dramatik der Latinos.

Also versuchen wir uns ab und zu in anderen Stilen. Die Klassiker liegen uns wohl eher. 

Nur um dann schmunzelnd festzustellen: Alter Wein in neuen Schläuchen.

Vielleicht nicht so dunkel und kräftig im Bouquet wie der Südamerikaner. Aber eben auch Wein.

Also üben wir weiter. Der Mann im Führen, im Vorausschauen. Die Frau in der Hingabe, im Vertrauen.

Persönlichkeitsentwicklung im Tanz. Leicht und spielerisch.

5. Musikalische Zeitreise

Und zack, war ich wieder 15. Die ersten Töne erklangen und innere Bilder tauchten auf. Erinnerungen an meine Jugendzeit in der Zone. An Abende, als ich mich heimlich aus dem Haus schlich, um mit Freunden um die Häuser zu ziehen.

Manchmal haben wir uns im Gartenhaus versteckt und Musik gehört. Musik wie diese.

Und das machte eben die Vorstellung für mich zu einer ganz Besonderen. 

Gleich 3 Darstellerinnen waren angetreten, um einer legendären Musikerin gerecht zu werden. Unterschiedlichen Alters, präsentierten sie die Lebensstadien der Silly-Frontfrau Tamara Danz. Rotzig, frech, gerade heraus und vor allem eines: unerschrocken für ihre Ideale einstehend. So war sie.

„Asyl im Paradies“ war nicht nur der Titel ihrer letzten Platte. Es war auch der Titel einer besonderen Hommage, in der das Meininger Theater und inzwischen tausende Gäste diese kleine große Rockröhre feierten. So wie wir.

Hach… Wir lieben es einfach, einzutauchen in Kunst und Kultur. Und Du so?

6. Ist Gänsisch eigentlich eine anerkannte Sprache?

Unsere Wachhunde haben zwei Beine.

Ja wirklich.

Wenn Du schonmal bei uns warst, dann weißt Du das.

Gänse sind die Diven unterm Federvieh.

Und sie nehmen kein Blatt vor den Schnabel.

Da wird sich aufgeplustert, der Hals weit nach vorne gestreckt, unmissverständlich gezischt.

Bis hierhin und nicht weiter. 

Okay. Okay. Revier abgegrenzt. Verstanden.

Dann wieder herrscht riesige Aufregung und die Wiese verwandelt sich in eine Arena.

Die Tretzeit hat begonnen. Der Ganter seine Herzdame bestiegen.

Und die anderen stehen im Kreis drum herum. Lauthals schreiend. So als müssten sie ihn anfeuern.

Komisch, denk ich mir. Bei Tieren nennen wir das natürlich.

In unserer Welt würde spontanes Fremdschämen einsetzen.

Manchmal ist offensichtlich, was die Gänse so beschäftigt.

Fressen. Saufen. Kämpfen. Treten. Dazwischen spontaner Sekundenschlaf.

Aber manchmal zeigt sich das Bild nicht so klar.

Das sind die Momente, in denen wir uns zu ihnen setzen.

Auf einem umgestülpten Eimer. Mitten in der Herde.

Wir plaudern mit ihnen. In der Hand ein paar Körner, um sie versöhnlich zu stimmen.

Versuchen zu verstehen, wo denn gerade der Datschen drückt.

Ist Gänsisch eigentlich eine anerkannte Sprache?

7. Problemlöser: Blöd daher babbeln

Was, wenn alles möglich wäre? Wenn es keine Begrenzungen gäbe?

Was würden wir tun? Was würden wir sein lassen?

Thinking out of the box nennt sich wohl diese Technik aus dem kreativen Bereich.

Einfach mal das Bild auf den Kopf stellen. Das Problem von der anderen Seite betrachten.

„Es ist die Definition von Wahnsinn, immer das Selbe zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.“

So oder so ähnlich soll er es gesagt haben, der Albert Einstein.

Also was tun wir, wenn wir ein unlösbares Problem haben?

Wir fahren weg. Raus aus der Alltags-Blase.

Irgendwohin, wo wir den Kopf frei bekommen.

Und babbeln einfach nur blöd daher. So nennen wir diese Technik liebevoll-ironisch.

Alles ist dann möglich. Ein roter Faden, der sich plötzlich zeigt. Und am Ende vielleicht auch ein Problem, das sich gelöst hat.

Ganz schön viel Stoff für heute.

Aber wenn Du bis hierhin gelesen hast, bist Du vielleicht auf der Suche nach Inspiration.

Kennst Du jemanden, der mal wieder solch einen außer-gewöhnlichen Moment braucht? Dann teile diesen Beitrag gerne auf Social Media.

Oder lass uns einen Kommentar hier und erzähl uns von Deiner liebsten ‚Lustifikation‘.

von Daniela Hoch

von Daniela Hoch

Bloggerin, Landwirtin aus Leidenschaft, Mutter von 5 Kindern

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